Sonntag, 2. Juli 2017

Goldener Halbzeitbericht

Liebe Goldrauschfreunde,
gestern blickte ich fasziniert in meinen kleinen, schon jetzt ganz abgenutzten Kalender und mein Blick verharrte einige Sekunden auf dem sich vor mir - ganz neutral gebend - präsentierten Datum: 1. Juli 2017. Halbzeit, fünfzig Prozent, die Mitte. Nur einer dieser 365 Wunderdinge, die sich in einem Jahr abspielen und doch symbolisch eine ganz andere Nummer. Während wir zwischen den Jahren selten Zeit für einen gescheiten Rückblick haben, eignet sich dieser Sonntag gut, einen Blick über die Schulter zu werfen und diesem unglaublichen Jahr Dribut zu zollen. 
Der Januar war für mich geprägt von dem Besuch meiner Freundin aus Argentinien - eine Reunion, die mir persönlich unglaublich wichtig war und in einer galaktischen Abrissparty mündete, die gleichzeitig das Zelebrieren meines 24. Lebensjahres dar,stellte. Diese Feier hat mein Grübchen (hab ja nur eins) wohl nachhaltig noch tiefer gemacht vor lauter Lächeln über diesen grandiosen Haufen Menschen, den ich um mich herum versammeln konnte. In dieser Zeit formte sich auch der Entschluss, nach Lüneburg zu ziehen - die wohl größte Veränderung in meiner kleinen Welt dieses Jahr. 
Vor allem kitzelte uns jedoch die Vorfreude auf Vietnam unter den Sohlen, die schon viel zu lange keinen Sand mehr berührt hatten. Anfang März stiegen wir ins Flugzeug, um fünf unglaubliche Wochen in diesem atemberaubenden Land zu verbringen. Die Natur rang mit den Menschen, die wir kennenlernten, um unserer Aufmerksamkeit um die Wette und hinterlies dieses "Not Ready Yet"-Gefühl, über das wir bereits schrieben. Vor unserer Reise hatten wir uns in Bremen noch zu einem ganz besonderen Date eingefunden, nämlich mit Buten un Binnen, die während unserer Reise das Produkt dieses Treffens ausstrahlten: Unseren Fernsehauftritt. 'Wow', denke ich, halb stolz, halb einfach glücklich, wenn ich an diesen Beitrag denke, der uns so zeigt, wie wir sind und ehrt, wie viel Arbeit wir seit Jahren in unser Bebi stecken. 
Nach unserer Reise suchte ich eine WG und wurde schnell, erfolgreich und zum Glück genau in dieser Konstellation fündig und zog Ende April nach Lüneburg: Selten hat sich eine Entscheidung dabei so richtig angefühlt, trotz meiner Widerstände, mich als Kleinstadtgirl zu sehen (But I gotta admit: Wer so viel lächelnd durch eine kleine Stadt radelt, ist wohl doch eins). C ist zwar nicht umgezogen (wieso auch, wenn man bereits eine so großartige WG hat?), war aber in London und konnte british air schnuppern, hat einen Abstecher in die Hauptstadt gemacht und weiter das Leben praktiziert, in dem wir uns immer wieder finden: der neugierigen Rastlosigkeit. 
Auch getanzt haben wir: Mal mit unseren Studifreunden in Hannover, Lüneburg oder Hamburg, oft auch zusammen. Auf dem Kreisenfestival in Hamburg, auf dem Lunatic, letztes Wochenende auf dem Hurricane (yeees Bericht folgt). Und während unsere tiny feet schon einiges ertragen mussten an Gehopse und Gestampfe, denke ich gerne daran, was noch folgt: Feel Festival, Rocken am Brocken Festival, Dunkle Vorahnung, Dockville und einiges mehr. 

Bei all diesen Erfahrungen, die wir (viel zu oft) getrennt und (zum Glück) zusammen gemacht haben, lernen wir noch immer neue Seiten aneinander kennen, die stetig näher zusammenbringen, was schon untrennbar zusammen gehört.  

Euer Wort zum Sonntag,
L



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen