Freitag, 15. April 2016

Gezeitenwechsel


Hey pieps,

der Frühling hat etwas ganz Sonderbares an sich. Die Sonne zwingt einem zum Aufwachen, Frühjahrsputzen, indenhimmelschauen. Vögelzwitschern erinnert daran, dass man doch eigentlich ein aktiver Mensch ist, mit Plänen und Träumen für das Jahr. Gleich einer Pflanze blüht man - wortwörtlich - erst mit der Sonne auf. Das Gesicht in die Sonne streckend produziert man die Energie, die es für den wilden Sommer braucht. Die Nachzügler des Winters trampeln dennoch wie eine Reihe müder Elefanten hinter einem her - Restmüdigkeit und Schwere sind noch nicht ganz abgeschüttelt und ruhen auf den eigenen Schultern. Den Trott überwinden, heißt es.
Wie findet man nun den Übergang von dieser leicht lyrischen Einführung zu einem schnöden Outfit, bei dem L auf einer Gittertreppe ins Nichts (mal ehrlich, wieso steht die da?) rumhängt und in der Gegend umher schaut? Vielleicht so: der graue Mantel ist eben dieser Winter, der sich grau und gradlinig um einen schlingt, während die neuste Errungenschaft - eine Kette, die 'bohemian' schreit - nach Frühling aussieht und Lust auf Festivals und warme Astranächte macht. Außerdem kommen Erinnerungen an Lissabon auf, denn dort fand das Midikleid bereits Verwendung und zeigen, dass Kleidung sich nicht in Jahreszeiten zwingen lassen will.

So passt am Ende doch alles zusammen und gleich einem Chameleon trägt man das Innere nach außen. Aprospro, wir waren neulich Angrillen und durften die Bekanntschaft mit einem Chameleon machen. Es hieß Bono, hatte diese süßen Chameleon-Füße und krabbelte gemütlich auf uns herum während seine rotierenden Augen uns musterten. Hihi. 

Cheers,
C&L







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