Donnerstag, 11. September 2014

Der Goldrauschtrack

Cora, Lara und Musik sind ein Trio von der ersten Sekunde an. Während Cora wie ein Spürhund die besten Songs ausfindig macht und, so scheint es mir, täglich ihren Kopf zu einem neuen Lied wippen lässt, folge ich meinen Ohren viel willkürlicher, vergesse Songtitel, weiß nicht, wie der Maroon 5 Sänger aussieht und kehre, bietet sich mir nicht neues, gerne zu Elvis Presley zurück. Ich möchte behaupten: Ohne unsere Musik kennt man uns nicht, werden wir schließlich als Amateur-DJs auf Parties stets gelobt.  Wir ziehen - und das soll nicht eingebildet klingen - im Club alle Blicke auf uns, einfach weil wir so wild tanzen, dass gesellschaftliche Normen sich in der hintersten Ecke des Clubs verstecken. Und weil Musik uns so verbindet, wir täglich über sie sprechen, in Songzitaten reden und wir meist nicht nur einmal die Woche unsere Hüften in den Clubs dieser Welt schwingen, gibt es heute eine Playlist, die unsere Freundschaft skizziert, unser Partyleben anreißt und euch letztlich einfach Freude bringen soll. 

Manege frei für Goldrausch, wie es leibt und tanzt:

End Credits - Chase&Status feat. Plan B
Es war Halloween 2012, wir hatten uns bisher nur beschnuppert und als cool befunden, doch als dieses Lied in Coras Zimmer seinen Beat entfaltete, tanzten die Gruselkatze und die creepy Geisha wie von Geistern getrieben ... der Beginn einer wundervollen Musikfreundschaft.

Love is all I got - Crystal Fighters
Von Lara analog shazamed (sprich: betrunken in "Notes" auf dem iPhone eingetippt) und seither mindestens 9320439402 mal gespielt. Wir machen die Stimme am Anfang immer exakt gleich nach. Erklingen die ersten Töne dieses Liedes, stöhnen alle unsere Freunde auf, denn sie kennen es (notgedrungen) genauso auswendig wie wir.

Rosa, Blau, Grün - Die Orsons
Die Orsons sind unsere imaginären Buddies, unsere Musen (Maeckes!), die Provokateure unseres Asozialseins. Wir haben sie schon mehrfach auf Festivals ausrasten sehen und schreien so laut mit, dass sich langsam aber unaufhörlich ein Radius aus Leere um uns bildet, weil niemand dieses Gekrächtze mit anhören kann. Eigentlich ganz praktisch!

Verschwende mich nicht - OK Kid
Eigentlich kennen wir den Musikgeschmack des Anderen (große Schnittmenge, separate Randgebiete) sehr gut. Als Cora sich aber nicht sicher war, ob mir OK Kid gefallen würde, lag sie ein Mal in der Zeit unserer Freundschaft gehörig falsch. Das Album der sweeten Jungs mit dem gleichnamigen Titel lief rauf und runter, live haben wir sie auch gesehen und so manches mal zu oben genanntem Titel über Männer, das Leben und die Zukunft philosophiert.

Hell Could Freeze - Rudimental feat. Angel Haze
Eigentlich ist dieser Song nicht einmal unser liebster von der unglaublichen Rudimentalcrew (Waiting all Night, Feel the Love, Home etc. sind noch besser). Als wir sie bei Rock am Ring 2014 sahen, war alles perfekt ... bis auf eine Sache. Der Tetrapackwein drückte auf unsere Blasen und wir mussten Mitten beim Konzert unserer DnB/Elektrolieblinge einfach Pipi. Und als wir so im Klowagen unseren menschlichen Bedürfnissen nachgingen, wurde uns klar: Wir pinkeln gerade zu "Hell Could Freeze" LIVE. Wer kann das von sich behaupten?

Hyperparadiese - Hermitude (Flume Remix) 
Wohl einer der besten Songs aller Zeiten. Und ja, wir geben zu, wir waren süchtig. Es war die Zigaretten des Kettenrauchers für uns. Und als wir mit einem kleinen Auto ohne Klimaanlage und zwei coolen MfG-Jungs im Gepäck von Berlin (Laras Visum abholen) zurückfuhren, lief das Lied, sagen wir mal, mehr als nur einmal. Und da wir dank Stau neun Stunden unterwegs waren, könnt ihr euch ausmalen, WIE OFT es lief. Außerdem: Alles, was Flume anfasst, wird gold. 

Welt der Wunder - Marteria
Cora machte mir die Großartigkeit dieses Liedes bewusst, als wir den Highway 1 von LA nach San Francisco hochfuhren - wahrlich einem Wunder dieser Welt. Doch diese emotionale Konnotation reichte nicht. Bei Rock am Ring 2014 war Marteria der letzte Act einer Ära (letztes RaR am Ring) und seinen letzten Setlistplatz widmete er diesem Lied. Arm in Arm, ein Tränchen in den Augen standen wir in der fünften Reihe (inmitten von vielleicht 50.000 Menschen), sangen, schwenkten Feuerzeuge und fühlten uns unendlich.

Freed from Desire - Gala
Yes, confession time: Wir lieben die 90s. Aber nicht die Backstreetboys, sondern die wunderbaren Anfänge elektronischer Musik mit hämmernden Beats und nicen Vocals (No Limit-2Unlimited, Boom Boom Boom-Outhere Brothers etc.). Unser Favorit ist hierbei oben genannter Titel. Und dank guter DJ-Connections dürfen wir dazu auch öfter mal in Clubs das Tanzbein schwingen. Let's rave, bitches!

... natürlich ist das nur ein Bruchteil und falls euch dieser Post gefällt, gibt es gerne Nachschlag. Feedback erwünscht!

L

PS: Sorry to our international readers for not translating this post, but it would just be too long!


Kommentare:

  1. Nicht vergessen...

    JTMS concept arts

    lG Tjorben & Jonas

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  2. Uuuund wieder nen kleinen feinen Blog gefunden, der mal ein bisschen über die Musik spricht :) Ich bin beigeistert und bleibe gleich hier!

    Beste Grüße
    Maribel Skywalker xo

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