Mittwoch, 13. März 2013

How to wear an Omabluse

Wenn ich in die gute Heimat fahre, hat sich seit neurem ein Besuch beim Second-Hand-Laden im unbedeutenden Lengede etabliert. Ich liebe Thriftshopping: Es ist günstig, die Sachen sind Einzelstücke, denen man nicht am nächsten Tag auf der Straße begegnet, man recycelt, was andere nicht mehr gut finden und kann sich am Charme und der Qualität vergangener Jahrzehnte erfreuen.

Wenn ich dann so losshoppe, verdreht mein liebes Umfeld meist die Augen, wenn ich mit großen Tüten nach Hause stürme und lauter "Omakrams" erworben habe. "Warte erstmal ab, wie ichs kombiniere!", sage ich dann und das klappt inzwischen auch ganz gut. 
Denn: Omakrams kann stylish sein! 
Und weil ich gestern drei absolute Alte-Leute-Blusen gekauft habe, möchte ich heute Regeln fürs Old-but-Gold-Styling aufstellen.
Die Blusen sind übrigens in echt in traumhaften Pastelltönen, die meine nicht vorhandene Hautfarbe unterstreichen, gehalten: creme, pastell-olive und zitronengelb - furchtbar kitschig aber wunderschön; konnte die Kamera aber nicht so recht einfangen.

Nun also zu den Regeln, die vergangene Jahrzehnte im Outfit legitimieren:

1. Nicht jeden Tag tragen (schließlich befinden wir uns nicht auf einer Zeitreise)!
2. Mit modernen, interessanten oder sexy (ich mag das Wort nicht) Sachen kombinieren (Schmuck, Röcke ...)
3. Hochgeknöpfte Blusen in High Waist Jeans gehen immer!
4. Zugegeben: Man muss schon irgendwie der Typ dafür sein, also: Schauen obs passt!
5. Schulterpolster rausschneiden!
6. Das Wichtigste: Gib dich nicht so, wie deine Bluse aussieht! 


In den nächsten Tagen möchte ich ein paar Outfits mit den neuen Schätzen machen, grad bin ich aber krank und wer will schon zarte Blusen zu roten Nasen? 
Mir schweben Lederbiker-Westen, goldene Adlerketten und Nietenboots zu Omas Lieblingen vor.

Einen goldig-rauschigen Mittwoch wünscht

L




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