Sonntag, 3. Februar 2013

OH. EM. EFFING. GEE.

„Als ich die Serie Girls entdeckt hatte, rannte ich herum und sagte allen, von denen ich dachte, dass sie es verstehen würden „Kennst du Girls? Nein? Ohmeingott, schau Girls. Du musst Girls schauen!“ Ich war aufgeregt. Ich freute mich für sie und war auch ein bisschen melancholisch, denn ihnen stand das ganze Vergnügen noch bevor. Girls ist eine von den Kulturleistungen, die man unbedingt empfehlen will. Völlig ungefragt und ungebeten, aus reiner Menschenliebe. Das passiert ja relativ selten.“



Michèle Roten, NEON-Redaktion, November 2012



Als ich diese Einleitung eines Artikels in der NEON las, war ich gespannt. Ich kenne viele Serien und lasse mich, insbesondere in Phasen akademischen Drucks, gerne von Ihnen ablenken. Und so kam es, dass ich meine erste Girls-Folge bei der Bewerbung für ein Stipendium in den USA sah. Und dann noch eine. Und noch eine. Dann: „Cora, du MUSST Girls schauen!“

Coras Bann ließ nicht lange auf sich warten und so philosophierten wir auf dem Laufband und in der Bahn über die pummelige Hannah, die so authentisch ihre Bewerbungsgespräche versaut wie wir es hätten hinkriegen können, über die unglaubliche Aura von Jenna, auf die wir schon ein wenig neidisch sind, über Hannahs Boyfriend, der sie in der Dusche anpinkelt, über Shoshanna, die so herrlich typisch Girlygirl ist und über Marnie, deren Beziehungsprobleme an unsere eigenen erinnern. Alles ganz echt, irgendwie auch viel zu nah, sodass man sich denkt „Dass die diese Szene echt so zeigen!“. Vier Girls in New York und doch null Prozent Sex and the City. Sex schon (und das nicht zu knapp!) – und die wilde City irgendwie auch. Aber ohne die Perfektion der Protagonistinnen und mit ein paar mehr Pfunden. 


L 


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